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Die eigene DNA als Kettenanhänger

Die neunten Klassen der Realschule im Aurain waren im Lernlabor der Explo Heidelberg zu Besuch. Die Schüler machten ihre eigene DNA aus den Mundschleimhautzellen sichtbar und konservierten diese durch verschiedene biologische und chemische Verfahren.

Im Rahmen des Biologieunterrichts beschäftigten sich die Klassen, angeleitet durch die Biologielehrer Sabine Scheyhing, Ingeborg Schönthaler und Lothar Henrich, mit der Genetik und Vererbungslehre und dem Aufbau des Trägers der Erbinformation aller Lebewesen (DNA). Ziel der Exkursion war es, in einem echten Labor unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen die eigene DNA zu isolieren und diese durch Zugabe verschiedener biologischer und chemischer Stoffe sichtbar zu machen. Dr. Fred Engelbrecht führte mit den Jugendlichen zuerst eine Pipettierübung, da im Mikroliterbereich sehr sorgfältig gearbeitet werden musste. Im Anschluss daran wurde der eigene Speichel in ein Reaktionsgefäß gegeben und nacheinander ein Spülmittel, eine Proteaselösung und eiskalter Alkohol hinzugefügt. Zwischendurch wurde der Ansatz in einem Wasserbad auf 50°C erhitzt. Wenige Minuten später konnten die Schüler beobachten, wie die DNA-Stränge langsam sichtbar wurden, sodass diese in einen Kettenanhänger hinein pipettiert werden konnten. Dieses genetisch einzigartige Schmuckstück durfte selbstverständlich mit nach Hause genommen werden. Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages besuchten beide Klassen die Erlebnisausstellung Akustik und Optik. In dieser interaktiven Ausstellung luden Exponate zum Experimentieren und Ausprobieren ein, wodurch physikalische Phänomene begreifbar werden konnten.