Projekt 1575

PROJEKT 1575

Entstehung des Projekts

Das Projekt wurde im Schuljahr 2011/12 ins Leben gerufen. Die Idee kam aus dem Kreisseniorenrat und wurde von Luise Völkel in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen Haus Pro Seniore Ellentalresidenz, Pflegezentrum an der Metter und Seniorendomizil Haus Caspar sowie den für das themenorientierte Projekt „Soziales Engagement“  verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrern der beiden Realschulen in Bietigheim-Bissingen für die Schulen entwickelt und umgesetzt.

 

Projektpartner

Die Einrichtungen Seniorenresidenz Pro Seniore Ellental, Haus an der Metter und erstmalig ab 2014 auch die Compassio-Einrichtung Haus Caspar sowie die beiden Bietigheim-Bissinger Schulen Realschule im Aurain und Realschule Bissingen arbeiten bei diesem Projekt zusammen.

Der Kreisseniorenrat  Ludwigsburg begleitet und unterstützt das Projekt aktiv.

Herr Oberbürgermeister Kessing hat die die Schirmherrschaft übernommen.

 

Projektbeschreibung

Im Projekt übernehmen Schülerinnen und Schüler aus den achten Klassen  der beiden Bietigheimer Realschulen jeweils eine Patenschaft für eine Seniorin/
einen Senior aus einer der Einrichtungen.

15–Jährige kümmern sich also um 75–Jährige. Auf diese Weise entstand die Projektbezeichnung 15/75. Die Einrichtungen suchen Bewohner, die sich gerne auf eine Begegnung mit Jugendlichen einlassen würden und stellen die „Paare“ zusammen.

 

Projektdurchführung

Die Aufgabe der Jugendlichen besteht darin, ihre Seniorin/ ihren Senior ein Schuljahr lang regelmäßig zu besuchen und etwas mit ihr/ihm zu unternehmen.

 

Bevor Jugendliche und Senioren  sich in einer ersten gemeinsamen Runde kennenlernen, werden die Schülerinnen und Schüler auf ihr Patenamt vorbereitet, indem sie über die besonderen Bedürfnisse, Wertvorstellungen und krankheits-bedingten Einschränkungen von älteren Menschen aufgeklärt werden.

 

Würdigung

Die Schülerinnen und Schüler erhalten für ihr Engagement ein Zertifikat und einen Qualipass vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg,

in dem ihre Ausbildung, die ausgeübten Tätigkeiten und die erworbenen Kompetenzen dokumentiert werden.

Bei der Auszeichnung der Schülerinnen und Schüler, die durch Oberbürgermeister Kessing vorgenommen wird, sind sowohl die Eltern als auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen.

 

 

Erfahrungen

Das Projekt 15/75 fördert in besonderer Weise den Dialog zwischen den Generationen. Unterschiedliche Wertvorstellungen werden ausgetauscht, beide Seiten erfahren Geben und Nehmen.  Die Arbeit an diesem Projekt gibt den engagierten Paten das Gefühl, gebraucht zu werden und sich für einen guten Zweck einzu-setzen. Sie erhalten Einblicke in Lebenserfahrungen und Lebensrealitäten älterer Menschen und lernen, auch mit schwierigen Themen wie Tod, Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Demenz umzugehen.

 

Sie lernen, Termine zu planen und einzuhalten. Sie erfahren wie man mit älteren Menschen ins Gespräch kommt und sie lernen zuzuhören, was die Senioren und Seniorinnen aus ihrer reichen Biographie zu erzählen haben.

 

Für die Seniorinnen und Senioren sind die Besuche ihrer Paten eine Bereicherung. Sie nehmen Anteil am Leben der Jugendlichen und können z.B. auch von deren Wissen, was den Umgang mit Handy oder Computer betrifft, profitieren.