Gewaltprävention an der Realschule im Aurain

Gegenseitige Wertschätzung ist mit einem friedlichen Miteinander untrennbar verbunden. Das gilt für die Gesellschaft im Allgemeinen – und für die Schule im Besonderen. Und weil Vorsorge besser als Nachsorge ist, erhielten die Sechstklässler der Realschüler im Aurain im Rahmen der Gewaltprävention Besuch von der Polizei. 

Claudia Freyer vom Polizeirevier Bietigheim-Bissingen erklärte die zentrale Rolle von Toleranz, Empathie, Respekt und gewaltfreie Konfliktlösung für jeden Einzelnen. Mittels realer Alltagsbeispiele und einer angemessenen Balance zwischen Theorie und Praxis konnten sich die Schüler im Umfang von drei Unterrichtsstunden leicht einbringen. Mit Blick auf das eigene Umfeld war es den Schülern möglich, in sich zu gehen und zu reflektieren, welche Folgen Gewalt für Opfer und Täter haben kann. „Ausschlaggebend ist, dass die jungen Menschen eine gewisse Empathie entwickeln“, sagte Polizistin Claudia Freyer. „Wie würde es mir wohl ergehen, wenn mir jemand Gewalt – in welcher Form auch immer – antut? Das sind Fragen, mit denen sich die Schüler beschäftigen müssen, um Wertschätzung und Respekt zu fördern.“ Denn Fakt sei, dass Gewalt zu Gegengewalt führe. Gerade deshalb muss die inhaltliche Gestaltung der Gewaltprävention mit der Entwicklung junger Menschen Schritt halten.

Konflikte konstruktiv angehen

Das jährlich stattfindende Präventionsprogramm soll Schüler befähigen, Konflikte konstruktiv anzugehen und vorzubeugen oder gar zu lösen. Dass man sich in Konfliktsituation auch überwinden müsse, sei von hoher Bedeutung, stellt Schulleiter Claus Stöckle klar. Es brauche Mut, nicht wegzuschauen und Gewalt öffentlich zu machen. „Beim Weggucken etablieren sich sonst Strukturen, die für die Gesellschaft alles andere als förderlich sind. Auch wenn das Problem dann nicht aus der Welt ist, weiß der Täter aber, dass man sich dem stellt.“ Die alters- und entwicklungsangemessene Gewaltprävention stelle die Weichen dafür, sich zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten entwickeln zu können.

Fazit: Die Polizei leistete einen wertvollen Beitrag im Bereich der nachhaltigen Gewaltprävention und unterstützte die Lehrkräfte bei deren Bildungs- und Erziehungsauftrag. Anhand aufeinander aufbauenden Trainingsschritten konnten die Schüler zu den unterschiedlichen Dimensionen der Gewalt sensibilisiert werden – sowohl auf der Schul- und Klassen- als auch auf der Individualebene. Dafür bedankt sich die Realschule im Aurain.